KI Beratung Mittelstand

KI-Beratung für den Mittelstand mit klaren Prioritäten

Die meisten mittelständischen Unternehmen haben nicht zu wenig KI-Ideen, sondern zu viele, und keine Grundlage um zu entscheiden welche zuerst dran ist. Die KI-Beratung von FMQ liefert genau diese Grundlage: Ziele und Prozesse aufnehmen, Potenziale nach Nutzen, Aufwand und Risiko bewerten, einen Pilot definieren, und ehrlich sagen was sich nicht lohnt. In Bonn persönlich, deutschlandweit remote.

Ausgangslage

Warum viele KI-Projekte am Problem vorbeigehen

Ein typischer Verlauf: Jemand aus der Geschäftsführung sieht eine Demo, ein Mitarbeiter probiert ein Tool aus, ein Anbieter verspricht Zeitersparnis. Dann wird eingeführt, und nach drei Monaten nutzt es niemand mehr. Nicht weil die Technik schlecht war, sondern weil vorher niemand gefragt hat, welches Problem eigentlich gelöst werden soll, ob die nötigen Daten existieren und wer sich nach der Einführung kümmert.

Dazu kommt ein zweites Muster, das wir in Unternehmen in Bonn, im Rhein-Sieg-Kreis und deutschlandweit gleichermaßen sehen: KI wird längst genutzt, aber unkoordiniert. Einzelne Mitarbeitende laden Kundendaten in kostenlose Chat-Tools, jeder hat seine eigenen Prompts, und niemand weiß welche Ergebnisse verlässlich sind. Das ist kein Vorwurf an die Mitarbeitenden. Es fehlen schlicht Regeln, Datenbasis und ein Rahmen, in dem sich KI sinnvoll einsetzen lässt.

KI-Beratung, wie wir sie verstehen, ist deshalb keine Technologieberatung. Sie beginnt beim Geschäft und endet mit einer Entscheidung: umsetzen, in welcher Reihenfolge, oder bewusst lassen.

01

Ziele und Prozesse aufnehmen

Wir starten mit dem Geschäft, nicht mit KI. Was soll in zwölf Monaten anders sein: mehr Anfragen, weniger Bearbeitungszeit, schnellere Angebote, weniger Fehler? Danach nehmen wir die Prozesse auf, die mit diesen Zielen zusammenhängen, im Gespräch mit den Menschen die sie täglich ausführen. Dabei entsteht eine Liste von Reibungspunkten, sortiert nach Häufigkeit und Aufwand. Meist sind es zehn bis zwanzig Kandidaten.

02

Potenziale nach Nutzen, Aufwand und Risiko bewerten

Jeder Kandidat bekommt drei Bewertungen. Nutzen: Wie viel Zeit, Geld oder Qualität ist realistisch drin, in Zahlen? Aufwand: Welche Systeme müssen angebunden werden, welche Daten aufbereitet, wie viel Pflege entsteht? Risiko: Was passiert bei einem Fehler, sind personenbezogene oder sensible Daten betroffen, gibt es rechtliche Anforderungen? Daraus entsteht eine Matrix, die auf einen Blick zeigt, wo der größte Hebel bei vertretbarem Risiko liegt. Wie eine solche Matrix aufgebaut ist, zeigt der Leitfaden KI im Mittelstand.

03

Datenlage und Verantwortlichkeiten prüfen

KI-Anwendungen sind nur so gut wie die Daten, auf die sie zugreifen. Wir prüfen, ob die nötigen Informationen überhaupt digital, vollständig und zugänglich sind, oder ob sie in E-Mail-Postfächern und Köpfen stecken. Und wir klären, wer nach der Einführung verantwortlich ist: fachlich, technisch, datenschutzrechtlich. Ein Projekt ohne Verantwortliche stirbt nach dem Pilot.

04

Pilot definieren

Aus der Bewertung wird ein Anwendungsfall ausgewählt, meist nicht der mit dem größten Nutzen, sondern der mit dem besten Verhältnis aus Nutzen, Aufwand und Risiko. Der Pilot bekommt einen klaren Umfang, Messgrößen, einen Zeitrahmen und ein Abbruchkriterium. Das kann eine Automatisierung eines Ablaufs sein, ein KI-Agent für eine definierte Aufgabe oder eine Maßnahme zur Sichtbarkeit.

05

Mitarbeitende und Regeln einbeziehen

Ein KI-Projekt gegen die Belegschaft scheitert. Wir beziehen die betroffenen Teams früh ein, nehmen Bedenken ernst und erklären, was sich ändert und was nicht. Parallel entstehen einfache Regeln für den KI-Einsatz im Alltag: Welche Tools sind freigegeben, welche Daten dürfen wohin, was muss ein Mensch prüfen. Keine 40-seitige Richtlinie, sondern eine Seite die jeder liest.

06

Umsetzen oder bewusst verwerfen

Am Ende steht eine Entscheidung. Manchmal heißt sie: Der Pilot startet nächsten Monat. Manchmal heißt sie: Der Aufwand rechtfertigt den Nutzen nicht, wir lassen es. Beides ist ein gutes Ergebnis, weil beides auf Fakten beruht. Die Beratung ist bewusst so angelegt, dass sie ohne Umsetzung durch uns funktioniert. Wer intern oder mit einem anderen Partner weitermacht, kann das mit unserer Dokumentation tun.

07

Ergebnisdokumentation

Sie erhalten ein Dokument mit Zielen, aufgenommenen Prozessen, der Bewertungsmatrix, dem definierten Pilot inklusive Messgrößen, den Regeln für Mitarbeitende und einer Roadmap für die nächsten zwölf Monate. Kein Beratungsordner, sondern ein Arbeitsdokument, das im Alltag benutzt wird.

Format

Beratung in Bonn und remote deutschlandweit

Die Prozessaufnahme funktioniert am besten vor Ort, weil man dabei zusieht wie gearbeitet wird. Für Unternehmen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, etwa in Siegburg, Troisdorf, Sankt Augustin oder Meckenheim, kommen wir dafür ins Haus. Die weiteren Schritte, Bewertung, Pilotdefinition und Ergebnisgespräch, laufen per Video und schriftlich. Für Unternehmen in anderen Regionen ersetzen wir den Vor-Ort-Termin durch Bildschirmaufnahmen und strukturierte Gespräche mit den Beteiligten. Die Qualität der Beratung hängt davon nicht ab.

Der Umfang liegt je nach Unternehmensgröße und Zahl der Prozesse bei zwei bis sechs Wochen. Eine KI-Potenzialanalyse für ein einzelnes Team ist kürzer, eine KI-Strategie für ein Unternehmen mit mehreren Standorten länger. Beides folgt demselben Ablauf.

Was die Beratung nicht ist

  • Keine Rechtsberatung. Fragen zum EU AI Act, zur DSGVO oder zu Haftung nennen wir als Prüfpunkte und verweisen bei Bedarf an qualifizierte Fachleute. Wir tun nicht so, als könnten wir das rechtssicher beantworten.
  • Keine Toolauswahl im Vorfeld. Welche Software oder welches Modell passt, ergibt sich aus dem Pilot, nicht aus einem Katalog.
  • Kein Nicken auf Bestellung. Wenn eine Entscheidung längst gefallen ist und nur noch bestätigt werden soll, sind wir die falsche Wahl.

Für wen die KI-Beratung passt

  • Mittelständische Unternehmen mit 10 bis 500 Mitarbeitenden, die KI einführen wollen, aber nicht wissen wo anfangen
  • Geschäftsführungen, die vor einer Investition Klarheit über Nutzen und Risiko brauchen
  • Unternehmen, in denen KI bereits unkoordiniert genutzt wird und Regeln fehlen
  • Teams, die einen konkreten Prozess im Blick haben und wissen wollen, ob er sich für Automatisierung oder einen Agenten eignet
  • Unternehmen, die einen ersten Pilot sauber aufsetzen und messen wollen, bevor sie breit ausrollen

Wann wir abraten

Wenn die Grundlagen fehlen: keine digitalen Daten, keine Ansprechperson mit Zeit, kein Ziel jenseits von "wir müssen was mit KI machen". Dann empfehlen wir, zuerst die Datenbasis zu ordnen, und kommen gern später wieder.

KI Workshop für Ihr Unternehmen?Ein halbtägiger Workshop zur Aufnahme von Zielen und Reibungspunkten ist oft der beste Einstieg. Danach wissen beide Seiten, ob eine vollständige Beratung sinnvoll ist.

Projekt einordnen lassen
Beispiel

Wie eine Bewertung aussehen kann

Ein denkbares Szenario, keine Kundendaten: ein Handelsunternehmen mit 60 Mitarbeitenden, drei Kandidaten aus der Prozessaufnahme.

KandidatNutzenAufwandRisikoEmpfehlung
Eingangsrechnungen erfassenhoch: rund 15 Stunden pro Wochemittel: Anbindung an Buchhaltung nötiggering: Freigabe durch Buchhaltung bleibtPilot, Start sofort
Angebote automatisch kalkulierenhoch: schnellere Angebotehoch: Preislogik nirgends dokumentiertmittel: Fehler kosten Margezurückstellen, erst Preislogik dokumentieren
Bewerbungen vorsortierenmittel: 3 Stunden pro Wochegeringhoch: Entscheidungen über Personen, rechtliche Anforderungenverwerfen

Die Matrix macht sichtbar, warum der zweitgrößte Nutzen nicht automatisch das erste Projekt ist. Und sie zeigt, dass "verwerfen" eine legitime Empfehlung ist. Die vollständige Version dieser Bewertungslogik, inklusive Rollen, Datenschutz und typischer Fehler, steht im Leitfaden KI im Mittelstand sinnvoll einsetzen. Alle Bausteine im Überblick: KI Dienstleistungen von FMQ.

Häufige Fragen

Fragen zur KI-Beratung

Weitere Antworten stehen auf der Seite Fragen und Antworten.

Was unterscheidet die KI-Beratung von FMQ von einer Unternehmensberatung?

Wir bauen die Dinge, die wir empfehlen, auch selbst. Deshalb bewerten wir Aufwand und Risiko aus eigener Erfahrung, nicht aus Präsentationen von Anbietern. Und die Beratung endet mit einem konkreten Pilot samt Messgrößen, nicht mit einer Strategie auf hundert Folien.

Müssen wir nach der Beratung bei FMQ umsetzen?

Nein. Die Dokumentation ist so geschrieben, dass Sie intern oder mit einem anderen Partner weiterarbeiten können. Viele Kunden setzen mit uns um, weil es einfacher ist, aber die Beratung ist keine Verkaufsvorbereitung.

Was kostet eine KI-Beratung für den Mittelstand?

Das hängt von der Zahl der Prozesse und Beteiligten ab. Ein halbtägiger Einstiegsworkshop ist überschaubar, eine vollständige Beratung über mehrere Wochen ein mittleres vierstelliges bis niedriges fünfstelliges Projekt. Preise nennen wir nach dem Erstgespräch, wenn der Umfang klar ist.

Nächster Schritt

Bringen Sie Ihre KI-Ideen in eine Reihenfolge, die sich rechnet.

Beschreiben Sie kurz, wo Sie stehen. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, ob eine Beratung sinnvoll ist oder ob ein Pilot direkt starten kann.